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Asthma-Anfall beim Kind: Was tun und wann wird es ernst?
So erkennen Sie einen Asthma-Anfall, was Sie sofort tun können und wann Sie Notruf und Notaufnahme brauchen.
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Was es ist
Asthma ist eine häufige Erkrankung, die das Atmen betrifft. Sie ist derzeit nicht heilbar, aber bei guter Behandlung sollten keine Beschwerden auftreten [6]. Die wichtigsten Symptome sind Probleme beim Atmen, zum Beispiel pfeifende Atemgeräusche, Husten, Kurzatmigkeit und ein Engegefühl in der Brust [6]. Die Beschwerden können leicht oder schwer sein, kommen und gehen und sind oft nachts und früh am Morgen schlimmer [6].
Ein Asthma-Anfall bedeutet, dass die Symptome schwer sind und das Atmen schwerfällt. Das kann lebensbedrohlich sein [6]. Auslöser können zum Beispiel körperliche Anstrengung, starke Luftverschmutzung, kalte Luft oder Kontakt mit etwas sein, worauf man allergisch reagiert, etwa Pollen, Staub, Schimmel oder Tiere [6].
Bei Kindern zeigen sich die Symptome unter anderem als Engegefühl in der Brust, Husten (besonders nachts oder früh am Morgen), Atemprobleme wie Kurzatmigkeit, schnelles Atmen oder Luftringen, Müdigkeit, dunkle Ringe unter den Augen, Gereiztheit und pfeifende Atemgeräusche beim Ausatmen. Bei Säuglingen kann auch das Essen oder Saugen schwerfallen [10]. Bei einem Anfall werden die Symptome viel schlimmer. Er kann allmählich oder plötzlich kommen und manchmal lebensbedrohlich sein [10].
Was Sie zu Hause tun können
- Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind aufrecht sitzt, das hilft beim Atmen. Bleiben Sie ruhig [1].
- Geben Sie den Notfall-Inhalator (Reliever), wenn Sie einen haben: Bei einem blauen Reliever-Inhalator 1 Hub alle 30 bis 60 Sekunden, bis es besser wird, höchstens 10 Hübe. Den Inhalator zwischen jedem Hub schütteln und wenn möglich einen Spacer verwenden [1].
- Bei einem AIR- oder MART-Inhalator (zur Vorbeugung und Behandlung): 1 Hub alle 1 bis 3 Minuten, bis es besser wird, höchstens 6 Hübe [1].
- Wenn Ihr persönlicher Asthma-Notfallplan eine andere Höchstmenge nennt, folgen Sie den Anweisungen in Ihrem Plan [1].
- Wenn nach 10 Minuten keine Besserung eintritt und noch kein Rettungswagen da ist, geben Sie den Inhalator erneut, bis zur gleichen Höchstmenge [1].
- Fahren Sie nicht selbst in die Notaufnahme [1].
- Zur Vorbeugung: den Inhalator immer dabeihaben, Inhalatoren wie vom Behandlungsteam empfohlen anwenden, Auslöser wie Luftverschmutzung, Rauch, Pollen oder Tiere möglichst meiden, sich regelmäßig bewegen (lassen Sie sich zum sicheren Sport beraten), auf ein gesundes Gewicht achten und Impfungen wie die Grippeimpfung wahrnehmen, weil Viren wie Grippe die Beschwerden verschlimmern können [3].
- Rauchen Sie nicht in der Wohnung oder im Auto, wenn Tabakrauch ein Auslöser für Ihr Kind ist [5].
- Lassen Sie sich zeigen, wie der Inhalator richtig benutzt wird – es gibt verschiedene Typen, und ein Spacer erleichtert die Anwendung [4][8].
Wann Sie zur Ärztin oder in die Notaufnahme sollten
Rufen Sie sofort die Notrufnummer Ihres Landes, wenn Sie oder jemand anderes einen Asthma-Anfall hat und sich jederzeit schlechter fühlt, sich nach der Höchstmenge des Notfall-Inhalators nicht besser fühlt oder keinen Asthma-Inhalator hat [1]. Fahren Sie nicht selbst in die Notaufnahme [1].
Bei einem Kind mit schwerem Anfall, bei dem die Notfallmedikamente nicht wirken, holen Sie sofort medizinische Hilfe [5]. Warnzeichen eines schweren Anfalls sind starker Husten, ernste Atemprobleme und eine sehr blasse oder bläuliche Färbung von Gesicht, Lippen und/oder Fingernägeln. Bei diesen Zeichen sofort medizinische Hilfe holen [10].
Auch wenn es besser wird: Vereinbaren Sie innerhalb von 2 Tagen einen Termin bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, um die Behandlung zu besprechen und einem weiteren Anfall vorzubeugen [1].
Suchen Sie außerdem ärztlichen Rat, wenn Sie oder Ihr Kind Asthma-Symptome haben, wenn die Behandlung nicht hilft, wenn Sie den Inhalator häufiger brauchen, wenn Sie Hilfe bei der Anwendung brauchen oder wenn die Beschwerden Alltagsaktivitäten einschränken oder nachts aufwachen lassen [6].
Häufige Fragen
Kann Asthma geheilt werden? Asthma ist derzeit nicht heilbar, aber es gibt mehrere Behandlungen. Bei guter Behandlung sollten keine Beschwerden auftreten [4][6].
Welche Behandlungen gibt es? Die häufigste Behandlung ist ein Inhalator, der das Medikament direkt in die Lunge bringt. Es gibt drei Haupttypen: Bronchodilatatoren (wie Salbutamol), die die Atemwege öffnen und Symptome lindern; Steroide (wie Beclometason), die Entzündungen in den Atemwegen reduzieren; und Kombinationsinhalatoren mit beidem [4]. Je nach Schwere der Symptome kann ein Inhalator nur bei Beschwerden, ein Inhalator täglich und bei Beschwerden oder zwei getrennte Inhalatoren verordnet werden [8]. Reichen Inhalatoren nicht aus, können stärkere Inhalatoren oder Tabletten empfohlen werden; bei schwerem, unkontrolliertem Asthma gibt es weitere Behandlungen wie injizierbare Medikamente [9].
Was passiert im Krankenhaus? Bei einem schweren Anfall, der nicht besser wird, kann eine Behandlung im Krankenhaus nötig sein, zum Beispiel Sauerstoff über eine Maske, ein Vernebler für hohe Medikamentendosen oder Steroidtabletten bzw. -spritzen [2].
Geht Asthma bei Kindern wieder weg? Asthma ist oft lebenslang, bei kleinen Kindern verschwindet es manchmal bis zur Teenagerzeit oder im Erwachsenenalter [7].
Quellen
[1] NHS — “Asthma” (2024), Abschnitt “How to treat an asthma attack”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/asthma/ [2] NHS — “Asthma” (2024), Abschnitt “Hospital treatment for an asthma attack”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/asthma/ [3] NHS — “Asthma” (2024), Abschnitt “Things you can do to help with asthma”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/asthma/ [4] WHO — “Asthma”, Abschnitt “Treatment”, S. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/asthma [5] MedlinePlus — “Asthma in Children” (2024), Abschnitt “What are the treatments for asthma in children?”, S. 1 — https://medlineplus.gov/asthmainchildren.html [6] NHS — “Asthma” (2024), Abschnitt “Asthma”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/asthma/ [7] NHS — “Asthma” (2024), Abschnitt “How asthma affects your life”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/asthma/ [8] NHS — “Asthma” (2024), Abschnitt “Asthma inhalers”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/asthma/ [9] NHS — “Asthma” (2024), Abschnitt “Other treatments for asthma”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/asthma/ [10] MedlinePlus — “Asthma in Children” (2024), Abschnitt “What are the symptoms of asthma in children?”, S. 1 — https://medlineplus.gov/asthmainchildren.html
Dieser Ratgeber fasst veröffentlichte kinderärztliche Leitlinien zusammen. Er ist keine medizinische Beratung und ersetzt nicht Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt. Rufen Sie im Notfall Ihre Notrufnummer an.
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