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Bauchschmerzen beim Kind: Was steckt dahinter?

Bauchschmerzen bei Kindern haben viele Ursachen – oft sind es Magen-Darm-Infekte oder Verstopfung.

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Was es ist

Bauchschmerzen sind ein häufiges Zeichen bei Magen-Darm-Infekten. Noroviren verursachen Erbrechen und Durchfall und werden manchmal „Magen-Darm-Grippe” genannt, haben aber nichts mit der echten Grippe zu tun [10]. Typisch sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen [1][3]. Die Beschwerden beginnen meist plötzlich, oft 12 bis 48 Stunden nach der Ansteckung, und bessern sich bei den meisten Menschen innerhalb von 1 bis 3 Tagen [3][10].

Rotaviren lösen bei Säuglingen und kleinen Kindern starken wässrigen Durchfall und Erbrechen aus [4]. Die Symptome beginnen etwa 2 Tage nach der Ansteckung, und Erbrechen und Durchfall können 3 bis 8 Tage dauern [4]. Auch Fieber und Bauchschmerzen kommen vor [4]. Eine Schutzimpfung ist der beste Schutz für Ihr Kind [4].

Bauchschmerzen können auch von Verstopfung kommen. Typisch ist dann: weniger als 3 Stuhlgänge in der letzten Woche, harter oder klumpiger Stuhl, Pressen oder Schmerzen beim Stuhlgang und das Gefühl, nicht vollständig entleert zu haben [2]. Dazu können Bauchschmerzen, Blähungen und Übelkeit kommen [2]. Bei älteren Menschen, Menschen mit Demenz oder Lernbehinderung wird Verstopfung leicht übersehen – achten Sie auf Verhaltensänderungen wie Verwirrtheit, denn sie können ein Zeichen für Schmerzen sein [2].

Weitere mögliche Ursachen für Durchfall und Erbrechen sind Lebensmittelvergiftungen, Medikamente, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Reizdarm, Angst, Blinddarmentzündung, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie und andere Erkrankungen [7]. Erbrechen kann auch bei Migräne, Reisekrankheit, Innenohrinfektionen, Schwangerschaft oder Harnwegsinfekten auftreten [7]. Bei Typhus – einer Erkrankung, die durch Bakterien ausgelöst wird – gehören anhaltendes hohes Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen sowie Verstopfung oder Durchfall zu den Symptomen [9].

Was Sie zu Hause tun können

Wann Sie zur Ärztin oder in die Notaufnahme sollten

Suchen Sie noch am selben Tag ärztlichen Rat, wenn:

Rufen Sie die örtliche Notrufnummer oder gehen Sie sofort in die Notaufnahme, wenn Sie oder Ihr Kind:

Fahren Sie nicht selbst in die Notaufnahme. Bitten Sie jemanden zu fahren oder rufen Sie die örtliche Notrufnummer und fragen Sie nach einem Krankenwagen. Nehmen Sie alle Medikamente mit, die Sie einnehmen [5][6].

Häufige Fragen

Kann mein Kind Noroviren mehrfach bekommen? Ja. Es gibt viele verschiedene Norovirus-Typen, und eine Infektion mit einem Typ schützt nicht vor anderen [3]. Wie lange ein Schutz anhält, ist nicht genau bekannt [3].

Wie lange ist mein Kind ansteckend? Die meisten Menschen werden innerhalb von 1 bis 3 Tagen gesund, können das Virus aber noch einige Tage danach verbreiten [10].

Wann darf mein Kind wieder in die Schule oder Kita? Erst wenn es 2 Tage nicht mehr erbrochen hat und keinen Durchfall mehr hatte [5].

Kann Rotavirus gefährlich sein? Ja. Kinder können austrocknen, ins Krankenhaus müssen und in schweren Fällen sogar sterben [4]. Bei schwerer Dehydration kann eine Behandlung mit Flüssigkeit über die Vene nötig sein – wenden Sie sich dann an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt [8]. Säuglinge, kleine Kinder, ältere Menschen und Menschen mit anderen Erkrankungen haben das höchste Risiko für Dehydration [8].

Quellen

[1] NHS — “Norovirus (vomiting bug)” (2024), Abschnitt “Norovirus (vomiting bug)”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/norovirus/ [2] NHS — “Constipation” (2026), Abschnitt “Symptoms of constipation”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/constipation/ [3] CDC — “About Norovirus”, Abschnitt “Types”, S. 1 — https://www.cdc.gov/norovirus/about/index.html [4] CDC — “About Rotavirus”, Abschnitt “About Rotavirus Key points”, S. 1 — https://www.cdc.gov/rotavirus/about/index.html [5] NHS — “Norovirus (vomiting bug)” (2024), Abschnitt “Don’t”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/norovirus/ [6] NHS — “Diarrhoea and vomiting” (2023), Abschnitt “A pharmacist can help with diarrhoea and vomiting”, S. 1 — https://www.nhs.uk/symptoms/diarrhoea-and-vomiting/ [7] NHS — “Diarrhoea and vomiting” (2023), Abschnitt “Causes of diarrhoea and vomiting”, S. 1 — https://www.nhs.uk/symptoms/diarrhoea-and-vomiting/ [8] CDC — “About Rotavirus”, Abschnitt “Seek medical care for severe dehydration”, S. 1 — https://www.cdc.gov/rotavirus/about/index.html [9] WHO — “Typhoid”, Abschnitt “Symptoms”, S. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/typhoid [10] CDC — “About Norovirus”, Abschnitt “More Information What it is”, S. 1 — https://www.cdc.gov/norovirus/about/index.html

Dieser Ratgeber fasst veröffentlichte kinderärztliche Leitlinien zusammen. Er ist keine medizinische Beratung und ersetzt nicht Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt. Rufen Sie im Notfall Ihre Notrufnummer an.

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