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Verstopfung: Was hilft und wann zum Arzt?

Verstopfung ist häufig und meist harmlos. Mit Ernährung, Bewegung und Toilettenroutine lässt sie sich oft gut behandeln.

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Was es ist

Verstopfung bedeutet, dass sich die Verdauung verändert: Sie gehen seltener auf die Toilette oder es fällt Ihnen schwer, Stuhl abzugeben [1]. Fast jeder hat irgendwann Verstopfung, und in den meisten Fällen dauert sie nur kurz und ist nicht ernst [3].

Es ist wahrscheinlich Verstopfung, wenn Sie in der letzten Woche weniger als dreimal Stuhlgang hatten oder seltener als sonst zur Toilette gehen [2]. Der Stuhl ist ungewöhnlich groß oder klein und trocken, hart oder klumpig [2]. Sie pressen stark oder haben Schmerzen beim Stuhlgang, oder Sie haben das Gefühl, nicht vollständig entleert zu haben [2]. Dazu können Bauchschmerzen, Blähungen oder Übelkeit kommen [2].

Verstopfung hat viele mögliche Ursachen, manchmal gibt es keinen erkennbaren Grund [5]. Häufige Ursachen sind zu wenig Ballaststoffe, zu wenig Flüssigkeit, zu wenig Bewegung und langes Sitzen oder Liegen [5]. Auch das Ignorieren des Toilettendrangs, Änderungen von Ernährung oder Tagesablauf, Medikamente sowie Stress, Angst oder Depression können eine Rolle spielen [5]. Verstopfung ist häufig in der Schwangerschaft und nach der Geburt und kommt bei Menschen über 65 Jahren öfter vor [5]. Selten steckt eine Erkrankung dahinter [5].

Was Sie zu Hause tun können

Einfache Änderungen bei Ernährung und Lebensstil können Verstopfung behandeln [4]. Sie können das auch in der Schwangerschaft ausprobieren [4]. Manchmal bessert es sich nach wenigen Tagen, manchmal dauert es einige Wochen [4].

Wenn Ernährung und Lebensstil nicht helfen, sprechen Sie mit einer Apotheke [7]. Dort kann man Ihnen ein geeignetes Abführmittel empfehlen [7]. Die meisten Abführmittel wirken innerhalb von 3 Tagen und sollten nur kurze Zeit verwendet werden [7]. Nehmen Sie Abführmittel nur ein, wenn Ihr Arzt oder Ihre Ärztin es sagt [3]. Fragen Sie auch, ob Ihre Medikamente Verstopfung verursachen können [3]. Es ist nicht wichtig, jeden Tag Stuhlgang zu haben; wenn sich Ihre Gewohnheiten ändern, sprechen Sie aber mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin [3].

Wann Sie zur Ärztin oder in die Notaufnahme sollten

Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn Sie verstopft sind und es mit Behandlung nicht besser wird, oder wenn Sie regelmäßig verstopft oder regelmäßig gebläht sind [7]. Auch bei Blut im Stuhl, ungewolltem Gewichtsverlust, ständiger Müdigkeit oder Bauchschmerzen sollten Sie ärztlich abklären lassen [7]. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Medikamente wie Opioid-Schmerzmittel die Verstopfung auslösen, und bevor Sie verschriebene Medikamente absetzen [7]. Achten Sie auf plötzliche Veränderungen Ihrer Stuhlgewohnheiten [7].

Bei älteren Menschen, Menschen mit Demenz oder Lernbehinderung wird Verstopfung leicht übersehen [2]. Achten Sie auf Verhaltensänderungen wie Verwirrtheit, denn sie können ein Zeichen für Schmerzen oder Unwohlsein sein [2].

Langfristige Verstopfung kann zu einem Stuhlverhalt führen, bei dem sich Stuhl im Enddarm ansammelt [6]. Das Hauptzeichen ist Durchfall, der neben dem angesammelten harten Stuhl austritt [6]. Die Behandlung erfolgt durch medizinisches Fachpersonal, zum Beispiel mit stärkeren Abführmitteln, einem Zäpfchen, einem Mini-Einlauf oder dem Entfernen von Stuhl [6]. Versuchen Sie das nicht selbst [6].

Häufige Fragen

Muss ich jeden Tag Stuhlgang haben? Nein, das ist nicht wichtig [3]. Wenn sich Ihre Gewohnheiten aber ändern, lassen Sie es abklären [3].

Wie lange dauert es, bis einfache Maßnahmen helfen? Sie können nach wenigen Tagen eine Veränderung bemerken, manchmal dauert es einige Wochen [4].

Kann ich in der Schwangerschaft etwas gegen Verstopfung tun? Ja, diese einfachen Maßnahmen sind in der Schwangerschaft sicher [4]. Verstopfung ist in der Schwangerschaft und nach der Geburt häufig [5].

Was passiert bei langfristiger Verstopfung? Es kann zu einem Stuhlverhalt kommen, der von medizinischem Fachpersonal behandelt wird [6].

Quellen

[1] NHS — “Constipation” (2026), Abschnitt “Constipation”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/constipation/ [2] NHS — “Constipation” (2026), Abschnitt “Symptoms of constipation”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/constipation/ [3] MedlinePlus — “Constipation” (2025), S. 1 — https://medlineplus.gov/constipation.html [4] NHS — “Constipation” (2026), Abschnitt “How you can treat and prevent constipation yourself”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/constipation/ [5] NHS — “Constipation” (2026), Abschnitt “What causes constipation”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/constipation/ [6] NHS — “Constipation” (2026), Abschnitt “Complications of long-term constipation”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/constipation/ [7] NHS — “Constipation” (2026), Abschnitt “Speak to a pharmacist for advice”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/constipation/ [8] NHS — “Constipation” (2026), Abschnitt “Make changes to your diet”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/constipation/ [9] NHS — “Constipation” (2026), Abschnitt “Improve your toilet routine”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/constipation/

Dieser Ratgeber fasst veröffentlichte kinderärztliche Leitlinien zusammen. Er ist keine medizinische Beratung und ersetzt nicht Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt. Rufen Sie im Notfall Ihre Notrufnummer an.

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