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Wie lange sollte ich mein Baby stillen?
Stillen schützt Baby und Mutter. Experten empfehlen: sechs Monate ausschließlich, dann weiter mit Beikost.
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Was es ist
Muttermilch enthält die richtige Balance an Nährstoffen, damit Ihr Baby zu einem starken und gesunden Kleinkind heranwachsen kann. Einige Nährstoffe in der Muttermilch schützen Ihr Baby außerdem vor häufigen Kinderkrankheiten und Infektionen [1]. Laut WHO und UNICEF sollten alle Säuglinge innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt mit dem Stillen beginnen, in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich gestillt werden und danach bis zum Alter von zwei Jahren oder darüber hinaus weiter gestillt werden, sobald ab dem sechsten Monat geeignete Beikost eingeführt wird [4].
Frühes, ausschließliches und fortgesetztes Stillen schützt Säuglinge und Kinder vor Infektionskrankheiten. Säuglinge, die teilweise oder gar nicht gestillt werden, sterben deutlich häufiger an Durchfall, Lungenentzündung und anderen Infektionskrankheiten [3]. Muttermilch ist auch eine wichtige Energie- und Nährstoffquelle für Kinder zwischen 6 und 23 Monaten: Sie kann die Hälfte oder mehr des Energiebedarfs zwischen 6 und 12 Monaten decken und ein Drittel des Energiebedarfs zwischen 12 und 24 Monaten [3].
Auch für die Mutter ist Stillen gesund: Es senkt das Risiko für Eierstock- und Brustkrebs und verlängert den Abstand zwischen Schwangerschaften, da ausschließliches Stillen eines Säuglings unter sechs Monaten den Eisprung verzögern kann [2][3]. Kinder, die als Babys gestillt wurden, haben später seltener Übergewicht und schneiden bei Intelligenztests besser ab [3].
Was Sie zu Hause tun können
- Stillen Sie Ihr Baby nach Bedarf – so oft es möchte, Tag und Nacht [2].
- Lassen Sie Ihr Baby direkt nach der Geburt Hautkontakt mit Ihnen haben und unterstützen Sie den Stillbeginn innerhalb der ersten Stunde [2].
- Geben Sie Ihrem Baby in den ersten sechs Monaten keine zusätzliche Nahrung oder Getränke, nicht einmal Wasser, es sei denn, es ist medizinisch notwendig [2].
- Stillen Sie weiter, wenn Sie mit der Beikost beginnen: Führen Sie ab etwa 6 Monaten kleine Mengen fester Nahrung ein und steigern Sie diese allmählich [6].
- Stillen Sie während einer Krankheit Ihres Kindes häufiger und bieten Sie weiche, beliebte Speisen an [6].
- Wenn Sie Probleme beim Stillen haben, wenden Sie sich an eine Stillberaterin oder Ihren Arzt [1].
Wann Sie zum Arzt oder in die Notaufnahme sollten
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken haben, ob Sie stillen sollten – zum Beispiel wegen bestimmter Erkrankungen oder weil Sie Medikamente, illegale Drogen oder Alkohol zu sich nehmen, da diese über die Muttermilch Ihrem Baby schaden können [1]. Die meisten Frauen mit gesundheitlichen Problemen können stillen; es gibt nur seltene Ausnahmen [1]. Auch wenn Sie Probleme mit dem Stillen haben, ist eine Stillberaterin eine gute Anlaufstelle [1].
Häufige Fragen
Muss ich wirklich sechs Monate ausschließlich stillen? Ja, das empfehlen WHO und UNICEF: In den ersten sechs Monaten sollte Ihr Baby nur Muttermilch bekommen [4]. Weltweit werden nur etwa 47 % der Säuglinge unter sechs Monaten ausschließlich gestillt [5].
Wie lange soll ich nach der Beikost weiterstillen? Die WHO empfiehlt, bis zum Alter von zwei Jahren oder darüber hinaus weiterzustillen, während Sie ab etwa sechs Monaten Beikost einführen [4][6]. Muttermilch bleibt auch während Krankheit eine wichtige Energiequelle [3].
Kann ich stillen, wenn ich krank bin? Die meisten Frauen mit gesundheitlichen Problemen können stillen [1]. Bei bestimmten Erkrankungen wird jedoch davon abgeraten – sprechen Sie in solchen Fällen mit Ihrem Arzt [1].
Quellen
[1] MedlinePlus — “Breastfeeding” (2017), section “Introducción”, p. 1 — https://medlineplus.gov/breastfeeding.html [2] WHO — “Infant and young child feeding”, section “Breastfeeding”, p. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/infant-and-young-child-feeding [3] WHO — “Infant and young child feeding”, section “Breastfeeding”, p. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/infant-and-young-child-feeding [4] WHO — “Infant and young child feeding”, section “Key facts”, p. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/infant-and-young-child-feeding [5] WHO — “Infant and young child feeding”, section “Overview”, p. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/infant-and-young-child-feeding [6] WHO — “Infant and young child feeding”, section “Complementary feeding”, p. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/infant-and-young-child-feeding
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