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Kopfschmerzen bei Kindern: Was hilft und wann zum Arzt?
Kopfschmerzen sind bei Kindern häufig und meist harmlos. So helfen Sie zu Hause und erkennen Warnzeichen.
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Was es ist
Kopfschmerzen sind ein Unwohlsein oder Schmerz im Kopfbereich [8]. Sie sind im Kindes- und Jugendalter sehr häufig [8]. Der Schmerz kann hinter den Augen, an der Stirn oder am ganzen Kopf auftreten [7]. Er kann durchgehend oder in Wellen kommen [7]. Er kann sich anfühlen wie ein Druck oder wie ein Stechen [7]. Manchmal kommen Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Bauchschmerzen, Blässe oder Empfindlichkeit gegen Lärm und Licht dazu [7]. In der Regel kann das Kind schlafen und seine gewohnten Aktivitäten machen [7].
Meistens hängen Kopfschmerzen mit Infektionen zusammen, zum Beispiel Mittelohrentzündung, Rachenentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Grippe, Erkältung oder Magen-Darm-Infekt [8]. Auch Schlafmangel, Erschöpfung, Stress, koffeinhaltige Getränke oder Veränderungen in Familie, Schule und Freundeskreis können eine Rolle spielen [8]. Bei einer kleinen Gruppe von Kindern wiederholen sich die Kopfschmerz-Episoden und werden chronisch [8].
Häufige Auslöser bei Erwachsenen und Jugendlichen sind laut NHS: Erkältung oder Grippe, Stress, zu viel Alkohol, schlechte Haltung, Sehprobleme, unregelmäßige Mahlzeiten, zu wenig Flüssigkeit, zu viele Schmerzmittel sowie hormonelle Veränderungen [1]. Ein Kopfschmerz-Tagebuch kann helfen, die eigenen Auslöser zu erkennen [1]. Starke Kopfschmerzen können manchmal durch eine Migräne oder einen Cluster-Kopfschmerz verursacht sein [1]. Die häufigste Form ist der Spannungskopfschmerz, der durch verspannte Muskeln in Schultern, Nacken, Kopfhaut und Kiefer entsteht [2]. Er hängt oft mit Stress, Depression oder Angst zusammen [2]. Auch Migräne, Cluster-Kopfschmerz und Sinus-Kopfschmerz sind verbreitet [2].
Was Sie zu Hause tun können
- Geben Sie ausreichend zu trinken, am besten Wasser [3][9].
- Sorgen Sie für Ruhe und Entspannung, denn Stress kann Kopfschmerzen verstärken [3][9].
- Bei Erkältung oder Grippe: viel ausruhen [3].
- Achten Sie auf regelmäßige Mahlzeiten und lassen Sie keine Mahlzeit aus [4].
- Lassen Sie Ihr Kind nicht länger schlafen als sonst, das kann den Kopfschmerz verstärken [4].
- Vermeiden Sie langes Anstrengen der Augen, zum Beispiel am Bildschirm [4]. Bildschirmnutzung möglichst gering halten und in den zwei Stunden vor dem Schlafengehen vermeiden [9].
- Kein Alkohol [4].
- Achten Sie auf mindestens 8 Stunden Schlaf pro Tag [9].
- Eine gesunde Lebensweise mit viel Obst und Gemüse wird empfohlen [9].
- Übliche Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können helfen; fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder Ihre Apotheke nach der passenden Menge für Ihr Kind [9][10].
- Wenn Ihr Kind zusätzlich Fieber hat oder sich nicht wohl genug für den Alltag fühlt, bleiben Sie möglichst zu Hause und vermeiden Sie Kontakt zu anderen [3].
- Meist bessern sich die Beschwerden nach Schmerzmitteln und Ruhe [10]. In der Regel sind die Episoden zeitlich begrenzt und dauern Minuten bis Stunden [10].
- Ihr Kind kann in Schule oder Kita zurückkehren, wenn es sich gut fühlt und den Schmerz mit der üblichen Schmerzbehandlung bewältigen kann [10].
Wann Sie zur Ärztin oder in die Notaufnahme sollten
Suchen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf, wenn Sie einen Kopfschmerz selbst behandelt haben und er nicht besser wird oder schlimmer wird, oder wenn Ihr Kind regelmäßig Kopfschmerzen hat [5].
Suchen Sie dringend ärztliche Hilfe (in Ihrer Region die ärztliche Bereitschaft oder den ärztlichen Notdienst) bei Kopfschmerz zusammen mit Seh- oder Augenproblemen, bei Auslösung oder Verstärkung durch Husten, Niesen, Bücken oder Bewegung, bei Erbrechen, bei zunehmendem Kopfschmerz oder Kopfschmerz, der ein Kind nachts aufwacht, bei Kiefer- oder Kopfhautschmerzen sowie bei allen anderen Symptomen, die Ihnen Sorgen machen [5].
Rufen Sie sofort den örtlichen Notruf oder gehen Sie in die Notaufnahme, wenn bei Kopfschmerz eines der folgenden Zeichen auftritt [5]:
- Krampfanfall
- Taubheit oder Schwäche in Körper oder Gesicht
- plötzlicher, extrem starker Beginn
- Kopfverletzung in den letzten 3 Monaten, zum Beispiel durch Sturz oder Unfall
- Schwierigkeiten beim Sprechen, beim Gleichgewicht, beim Gehen oder beim Erinnern
- Schläfrigkeit oder Verwirrtheit
- Verlust des Sehvermögens
- Hautausschlag, der beim Glasrollen nicht verblasst
- sehr hohe Temperatur, steifer Nacken oder starke Lichtempfindlichkeit
Fahren Sie nicht selbst in die Notaufnahme, sondern lassen Sie sich fahren oder rufen Sie den Notruf [5]. Nehmen Sie alle eingenommenen Medikamente mit [5].
Auch laut SEUP sollten Sie zu Hause auf folgende Zeichen achten: anhaltendes oder sehr starkes Erbrechen; Verhaltensänderung, Schwierigkeiten, eine Gliedmaße zu bewegen, ungewöhnliche Körperbewegungen oder unsicherer Gang; Schläfrigkeit oder das Kind lässt sich nicht wecken; Schmerz, der das Kind nachts aufwacht; Schmerz, der den Alltag wie Schule oder Freizeitaktivitäten regelmäßig erschwert; anhaltender Kopfschmerz bei einem Kind unter 5 Jahren, da dieses Symptom in diesem Alter ungewöhnlich ist [6].
Häufige Fragen
Muss mein Kind immer zum Arzt? Nein. Nicht jeder Kopfschmerz braucht ärztliche Aufmerksamkeit [2]. Die meisten Kopfschmerzen gehen von selbst vorbei und sind kein Zeichen für etwas Ernstes [3]. Bei Kindern sind Kopfschmerzen in der Mehrzahl harmlos, nur in manchen Fällen sind zusätzliche Untersuchungen oder besondere Behandlungen nötig [10].
Kann mein Kind in die Schule gehen? Ja, wenn es sich gut fühlt und den Schmerz mit der üblichen Schmerzbehandlung bewältigen kann [10]. Es sollte seine gewohnten Aktivitäten beibehalten, wenn die Symptome es zulassen [10].
Wie kann ich vorbeugen? Vermeiden oder verringern Sie bekannte Auslöser, sorgen Sie für ausreichend Wasser, eine ruhige Umgebung, wenig Bildschirmzeit, mindestens 8 Stunden Schlaf und eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse [9]. Ein Kopfschmerz-Tagebuch kann helfen, Auslöser zu erkennen [1].
Quellen
[1] NHS — “Headaches” (2024), Abschnitt “What can cause headaches”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/headaches-in-children/ [2] MedlinePlus — “Headache” (2025), S. 1 — https://medlineplus.gov/headache.html [3] NHS — “Headaches” (2024), Abschnitt “Headaches”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/headaches-in-children/ [4] NHS — “Headaches” (2024), Abschnitt “Don’t”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/headaches-in-children/ [5] NHS — “Headaches” (2024), Abschnitt “When and where to get medical help”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/headaches-in-children/ [6] SEUP — “Cefalea. Información para padres” (2025), Abschnitt “CEFALEA DOLOR DE CABEZA ¿QUÉ SÍNTOMAS DEBEMOS VIGILAR EN CASA QUE NOS PUEDEN INDICAR QUE ESTÁ PEOR?”, S. 2 [7] SEUP — “Cefalea. Información para padres” (2025), Abschnitt “¿CUÁLES SON LOS SÍNTOMAS?”, S. 1 [8] SEUP — “Cefalea. Información para padres” (2025), Abschnitt “¿QUÉ ES LA CEFALEA?”, S. 1 [9] SEUP — “Cefalea. Información para padres” (2025), Abschnitt “¿CÓMO LO PODEMOS PREVENIR?”, S. 2 [10] SEUP — “Cefalea. Información para padres” (2025), Abschnitt “¿CUÁL ES LA EVOLUCIÓN ESPERABLE?”, S. 1
Dieser Ratgeber fasst veröffentlichte kinderärztliche Leitlinien zusammen. Er ist keine medizinische Beratung und ersetzt nicht Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt. Rufen Sie im Notfall Ihre Notrufnummer an.
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