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Windpocken beim Kind: Was hilft wirklich?
Windpocken sind ansteckend, aber meist harmlos. So linderst du Juckreiz und erkennst Warnzeichen.
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Was es ist
Windpocken sind eine Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus [1]. Die meisten Fälle betreffen Kinder unter 15 Jahren, aber auch ältere Kinder und Erwachsene können erkranken [1]. Die Krankheit ist hoch ansteckend und wird durch engen Kontakt übertragen [3][6]. Bis zu 90 % der nicht immunen Personen, die engen Kontakt zu einem Erkrankten haben, stecken sich an [6].
Das typische Symptom ist ein juckender Ausschlag mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen, die später verkrusten [1][8]. Der Ausschlag beginnt oft an Brust, Rücken und Gesicht und breitet sich dann aus [1][8]. Weitere Symptome können sein [1][7]:
- Fieber
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Appetitlosigkeit
Die Krankheit dauert bei Kindern meist 4 bis 10 Tage [1][3]. Wer Windpocken einmal hatte, ist meist lebenslang immun [3]. Eine erneute Erkrankung ist möglich, aber selten [3]. Das Virus bleibt im Körper und kann später als Gürtelrose wieder aktiv werden [1]. Eine Impfung kann die meisten Fälle verhindern oder die Erkrankung abschwächen [1][3].
Was Sie zu Hause tun können
Windpocken heilen meist von selbst ab [7]. Ihr Kind sollte zu Hause bleiben, bis alle Stellen verkrustet sind – das dauert in der Regel etwa 5 Tage nach Auftreten der ersten Flecken [2]. Folgendes können Sie tun [2]:
- Viel Flüssigkeit anbieten, zum Beispiel Eis am Stiel, wenn das Kind nicht trinken will
- Paracetamol gegen Schmerzen und Unwohlsein geben
- Fingernägel kurz schneiden und nachts Socken über die Hände ziehen, um Kratzen zu verhindern
- Kühlende Cremes oder Gele aus der Apotheke verwenden
- In kühlem Wasser baden und die Haut abtupfen statt rubbeln
- Lockere Kleidung anziehen
Vermeiden Sie [2]:
- Ibuprofen ohne ärztliche Anweisung, da es schwere Hautinfektionen verursachen kann
- Aspirin bei Kindern unter 16 Jahren – diese Kombination kann das Reye-Syndrom auslösen [1][2]
- Das Kratzen der Stellen, da Narben entstehen können
Wichtig: Halten Sie Ihr Kind von Neugeborenen, Schwangeren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem fern, da Windpocken für sie gefährlich sein können [2]. Bei manchen Menschen können antivirale Medikamente Komplikationen verhindern – sie müssen innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten der Flecken begonnen werden [4].
Wann Sie zur Ärztin oder in die Notaufnahme sollten
Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn [4]:
- Sie unsicher sind, ob es Windpocken sind
- Sie stillen und Windpocken-Symptome haben
- Die Symptome schlimmer werden, etwa rote, heiße oder schmerzhafte Haut um die Bläschen (Rötung kann auf brauner oder schwarzer Haut schwerer zu erkennen sein)
- Ihr Kind Anzeichen von Austrocknung zeigt, zum Beispiel weniger nasse Windeln
- Sie Kontakt zu Windpocken hatten und ein geschwächtes Immunsystem haben oder schwanger sind
- Sie denken, dass Ihr Neugeborenes Windpocken hat oder Kontakt hatte
- Sie oder Ihr Kind stärker als sonst kurzatmig sind
- Sie sich wegen anderer Symptome Sorgen machen
Häufige Fragen
Kann mein Kind trotz Impfung Windpocken bekommen? Ja, das ist möglich. Geimpfte Personen haben dann meist mildere Symptome [8]. Sie können die Krankheit trotzdem weitergeben [6].
Wie lange ist mein Kind ansteckend? Ein Kind ist 1 bis 2 Tage vor Beginn des Ausschlags ansteckend, bis alle Bläschen verkrustet sind [6]. Bei geimpften Kindern, deren Bläschen nicht verkrusten, gilt: ansteckend, bis 24 Stunden keine neuen Bläschen auftreten [6].
Gibt es eine Impfung? Ja. In einigen Ländern wird die MMRV-Impfung angeboten, die gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken schützt [5]. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt nach den Empfehlungen für Ihr Kind.
Quellen
[1] MedlinePlus — “Chickenpox” (2025), section “Introducción”, p. 1 — https://medlineplus.gov/chickenpox.html [2] NHS — “Chickenpox” (2025), section “How you can treat chickenpox yourself”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/chickenpox/ [3] CDC — “About Chickenpox”, section “About Chickenpox Key points”, p. 1 — https://www.cdc.gov/chickenpox/about/index.html [4] NHS — “Chickenpox” (2025), section “When and where to get medical help”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/chickenpox/ [5] NHS — “Chickenpox” (2025), section “The chickenpox vaccine”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/chickenpox/ [6] CDC — “About Chickenpox”, section “How it spreads Contact with someone with chickenpox”, p. 1 — https://www.cdc.gov/chickenpox/about/index.html [7] NHS — “Chickenpox” (2025), section “Chickenpox”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/chickenpox/ [8] CDC — “About Chickenpox”, section “Signs and symptoms”, p. 1 — https://www.cdc.gov/chickenpox/about/index.html
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