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Malaria bei Kindern: Was Eltern wissen sollten
Malaria ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die durch Mücken übertragen wird und sich gut vorbeugen und behandeln lässt.
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Was es ist
Malaria ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die durch den Stich bestimmter Mücken auf Menschen übertragen wird [1]. Sie kommt vor allem in tropischen Ländern vor [1]. Die Infektion wird durch einen Parasiten verursacht und nicht von Mensch zu Mensch übertragen [1]. Nach Angaben der WHO gab es 2024 weltweit schätzungsweise 282 Millionen Malariafälle und 610 000 Todesfälle in 80 Ländern [1]. Die WHO-Region Afrika trug 2024 etwa 95 % aller Fälle und Todesfälle [1]. Kinder unter 5 Jahren machten etwa 75 % aller Malariatodesfälle in dieser Region aus [1].
Die häufigsten frühen Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen und Schüttelfrost [1]. Die Symptome beginnen meist innerhalb von 10 bis 15 Tagen nach dem Stich einer infizierten Mücke [2]. Bei manchen Menschen sind die Symptome mild, besonders wenn sie schon einmal Malaria hatten [2]. Weil die Symptome nicht eindeutig sind, ist eine frühe Testung wichtig [2]. Babys, Kinder unter 5 Jahren, Schwangere, Reisende und Menschen mit HIV oder AIDS haben ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf [1][2]. Ohne Behandlung kann eine P.-falciparum-Malaria innerhalb von 24 Stunden zu einer schweren Erkrankung und zum Tod führen [1].
Was Sie zu Hause tun können
- Lassen Sie sich vor einer Reise in ein Malariagebiet mehrere Wochen vorher von einem Arzt oder einer Ärztin beraten [6]. Dort wird entschieden, welche vorbeugenden Medikamente für Ihr Reiseziel geeignet sind [6].
- In manchen Fällen müssen diese Medikamente 2 bis 3 Wochen vor der Abreise begonnen werden [6]. Sie sollten planmäßig während des gesamten Aufenthalts und noch 4 Wochen nach der letzten möglichen Ansteckung eingenommen werden [6].
- Senken Sie das Risiko von Mückenstichen: Verwenden Sie Moskitonetze beim Schlafen in Gebieten, in denen Malaria vorkommt [4][10].
- Verwenden Sie nach der Dämmerung Mückenabwehrmittel mit DEET, IR3535 oder Icaridin [4][10].
- Nutzen Sie Spiralen und Verdampfer [4][10].
- Tragen Sie schützende Kleidung [4][10].
- Bringen Sie Fliegengitter an Fenstern an [4][10].
- Bei Fieber nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet: früh testen lassen und nicht abwarten [2].
Wann Sie zur Ärztin oder in die Notaufnahme sollten
Malaria ist eine ernste Infektion und muss immer mit Medikamenten behandelt werden [8]. Bei schweren Symptomen suchen Sie sofort die Notaufnahme auf [2]. Schwere Symptome sind:
- extreme Müdigkeit und Erschöpfung [2]
- Bewusstseinsstörungen [2]
- mehrere Krampfanfälle [2]
- Atembeschwerden [2]
- dunkler oder blutiger Urin [2]
- Gelbsucht (Gelbfärbung von Augen und Haut) [2]
- ungewöhnliche Blutungen [2]
Eine Malaria in der Schwangerschaft kann außerdem eine Frühgeburt oder ein Baby mit niedrigem Geburtsgewicht verursachen [2].
Häufige Fragen
Wie wird Malaria übertragen? Meist durch den Stich infizierter weiblicher Anopheles-Mücken [1]. Auch Bluttransfusionen und verunreinigte Nadeln können Malaria übertragen [1].
Gibt es eine Impfung? Seit Oktober 2021 empfiehlt die WHO die breite Anwendung des Malaria-Impfstoffs RTS,S/AS01 bei Kindern in Gebieten mit mittlerer bis hoher Übertragung von P. falciparum [6]. Im Oktober 2023 empfahl die WHO einen zweiten Impfstoff, R21/Matrix-M [6]. Die Impfstoffe werden derzeit in Routine-Impfprogramme für Kinder in Afrika aufgenommen [6]. Die größte Wirkung entsteht, wenn sie zusammen mit anderen Maßnahmen wie Moskitonetzen und vorbeugenden Medikamenten eingesetzt werden [6].
Wie wird Malaria behandelt? Die Behandlung richtet sich nach der Art der Malaria, möglichen Resistenzen, Gewicht oder Alter der erkrankten Person und einer Schwangerschaft [7][8]. Artemisinin-basierte Kombinationstherapien sind die wirksamsten Medikamente gegen P.-falciparum-Malaria [7][8]. Die meisten Medikamente gibt es als Tabletten; manche Menschen brauchen Spritzen in einem Gesundheitszentrum oder Krankenhaus [8].
Was ist vorbeugende Chemotherapie? Dabei erhalten gefährdete Gruppen zu festgelegten Zeitpunkten eine vollständige Behandlung mit einem Malariamittel, unabhängig davon, ob sie infiziert sind [6]. Diese sicheren und kostengünstigen Strategien ergänzen andere Maßnahmen wie Mückenschutz, frühe Diagnose und Behandlung bestätigter Fälle [6].
Quellen
[1] WHO — “Malaria”, S. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/malaria [2] WHO — “Malaria”, S. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/malaria [4] WHO — “Malaria”, S. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/malaria [6] WHO — “Malaria”, S. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/malaria [7] WHO — “Malaria”, Abschnitt “Vector control Chemoprophylaxis Preventive chemotherapies Vaccine Treatment”, S. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/malaria [8] WHO — “Malaria”, S. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/malaria [10] WHO — “Malaria”, S. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/malaria
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