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Ertrinken bei Kindern: Wie kann ich es verhindern?
Ertrinken passiert in Sekunden und oft lautlos – so schützen Sie Ihr Kind am Wasser.
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Was es ist
Ertrinken ist bei Kindern im Alter von 1 bis 4 Jahren die häufigste Todesursache [1]. Es passiert in Sekunden und verläuft oft lautlos [1]. Ertrinken kann jedem passieren, sobald Zugang zu Wasser besteht [1].
Was Sie zu Hause tun können
- Lassen Sie Kinder nie unbeaufsichtigt – auch nicht in der Badewanne. Bestimmen Sie eine verantwortliche erwachsene Person, die ein Kind in der Nähe von Wasser ständig und aufmerksam beaufsichtigt [6].
- Erwachsene, die Kinder am Wasser beaufsichtigen, sollten nicht lesen, das Handy benutzen oder Alkohol und Drogen konsumieren – Ertrinken geht schnell und leise [6].
- Auch wenn Rettungsschwimmer anwesend sind, sollten Erwachsene Kinder genau beaufsichtigen [6].
- Schließen und verriegeln Sie nach dem Baden Türen, die Zugang zu Wasser geben [6].
- Informieren Sie sich vorausschauend über Risiken, wenn Sie ein anderes Haus oder einen unbekannten Ort besuchen [6].
- Bauen Sie einen Zaun, der den Pool vollständig umschließt: auf allen vier Seiten, mindestens vier Fuß hoch, mit selbstschließenden und selbstverriegelnden Toren. Der Zaun sollte den Pool vom Haus trennen [7].
- Entfernen Sie alle Spielsachen aus dem Poolbereich, die Kinder zum Pool locken könnten, wenn der Pool nicht benutzt wird [7].
- Formale Schwimmkurse können das Risiko für Ertrinken senken. Kinder mit Schwimmunterricht brauchen trotzdem weiterhin enge und ständige Aufsicht in und an Gewässern [1].
- Schwimmwesten senken beim Bootfahren das Risiko für Ertrinken – für Menschen jeden Alters und jeder Schwimmfähigkeit. Kinder sollten bei allen Aktivitäten in und an natürlichen Gewässern Schwimmwesten tragen. Verlassen Sie sich nicht auf luftgefüllte oder Schaumstoff-Spielzeuge, denn diese sind keine Sicherheitsgeräte [8].
- Seen, Flüsse und Ozeane haben versteckte Gefahren wie gefährliche Strömungen oder Wellen, Steine oder Pflanzen und schlechte Sicht [9].
- Prüfen Sie die Wettervorhersage, bevor Sie Aktivitäten in, auf oder an Gewässern planen. Örtliche Wetterbedingungen können schnell umschlagen und gefährliche Sturzfluten, starken Wind und Gewitter mit Blitzeinschlägen verursachen [9].
- Vermeiden Sie Alkohol vor und während des Schwimmens, Bootfahrens oder anderer Wasseraktivitäten. Alkohol beeinträchtigt Urteilsvermögen, Gleichgewicht und Koordination. Trinken Sie keinen Alkohol, während Sie Kinder beaufsichtigen [9].
- Schwimmen Sie immer mit einem Partner. Wählen Sie nach Möglichkeit Schwimmorte mit Rettungsschwimmern [9].
- Vermeiden Sie Schwimmen, wenn Sie Medikamente einnehmen, die Gleichgewicht, Koordination oder Urteilsvermögen beeinträchtigen. Solche Nebenwirkungen erhöhen das Risiko für Ertrinken. Mehrere Medikamente können diese Nebenwirkungen haben, zum Beispiel solche gegen Angst und andere psychische Erkrankungen [5].
- Hyperventilieren Sie nicht vor dem Schwimmen unter Wasser und halten Sie nicht lange die Luft an. Das kann dazu führen, dass Sie das Bewusstsein verlieren und ertrinken. Man nennt das manchmal „hypoxischen Blackout” oder „Flachwasser-Blackout” [5].
- Lernen Sie CPR: Ihre CPR-Kenntnisse können in der Zeit, bis Rettungskräfte eintreffen, ein Leben retten [8].
- Bei bestimmten Erkrankungen ist besondere Vorsicht nötig: Bei einer Anfallserkrankung wie Epilepsie ist eine Eins-zu-eins-Aufsicht am Wasser wichtig. Menschen mit Anfallserkrankungen können auch eine Dusche statt eines Bades in Betracht ziehen. Zusätzliche Vorsicht am Wasser gilt auch bei anderen Erkrankungen, die das Risiko für Ertrinken erhöhen, wie Herzerkrankungen oder Autismus [3].
Wann Sie zur Ärztin oder in die Notaufnahme sollten
Die Quellen nennen keine einzelnen Warnzeichen für Ertrinken. Sie betonen: Ertrinken passiert in Sekunden und oft lautlos [1]. Deshalb ist ständige, aufmerksame Aufsicht am Wasser die wichtigste Schutzmaßnahme [6]. Wenn ein Kind in Not gerät oder bewusstlos wird, rufen Sie Ihre lokale Notrufnummer und leisten Sie Erste Hilfe, wenn Sie dazu ausgebildet sind [8].
Häufige Fragen
Können Schwimmkurse mein Kind schützen? Formale Schwimmkurse können das Risiko für Ertrinken senken. Kinder mit Schwimmunterricht brauchen aber weiterhin enge und ständige Aufsicht in und an Gewässern [1].
Reichen Schwimmflügel oder aufblasbare Spielzeuge? Verlassen Sie sich nicht auf luftgefüllte oder Schaumstoff-Spielzeuge, denn diese sind keine Sicherheitsgeräte [8].
Was mache ich, wenn mein Kind Epilepsie hat? Bei einer Anfallserkrankung wie Epilepsie ist eine Eins-zu-eins-Aufsicht am Wasser wichtig. Eine Dusche statt eines Bades kann in Betracht gezogen werden [3].
Warum ist Alkohol am Wasser ein Problem? Alkohol beeinträchtigt Urteilsvermögen, Gleichgewicht und Koordination. Trinken Sie keinen Alkohol, während Sie Kinder beaufsichtigen [9].
Was ist ein hypoxischer Blackout? Wenn Sie vor dem Schwimmen unter Wasser hyperventilieren oder lange die Luft anhalten, können Sie das Bewusstsein verlieren und ertrinken. Das wird manchmal „hypoxischer Blackout” oder „Flachwasser-Blackout” genannt [5].
Quellen
[1] CDC — “Preventing Drowning”, Abschnitt “Preventing Drowning Key points”, S. 1 — https://www.cdc.gov/drowning/prevention/index.html [3] CDC — “Preventing Drowning”, Abschnitt “Take additional precautions for medical conditions”, S. 1 — https://www.cdc.gov/drowning/prevention/index.html [5] CDC — “Preventing Drowning”, Abschnitt “Consider the effects of medications”, S. 1 — https://www.cdc.gov/drowning/prevention/index.html [6] CDC — “Preventing Drowning”, Abschnitt “Supervise closely”, S. 1 — https://www.cdc.gov/drowning/prevention/index.html [7] CDC — “Preventing Drowning”, Abschnitt “Build fences that fully enclose pools”, S. 1 — https://www.cdc.gov/drowning/prevention/index.html [8] CDC — “Preventing Drowning”, Abschnitt “Wear a life jacket”, S. 1 — https://www.cdc.gov/drowning/prevention/index.html [9] CDC — “Preventing Drowning”, Abschnitt “Know the risks of natural waters”, S. 1 — https://www.cdc.gov/drowning/prevention/index.html
Dieser Ratgeber fasst veröffentlichte kinderärztliche Leitlinien zusammen. Er ist keine medizinische Beratung und ersetzt nicht Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt. Rufen Sie im Notfall Ihre Notrufnummer an.
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