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Harnwegsinfekt beim Kind – was tun?

Harnwegsinfekte sind häufig. So erkennen Sie Symptome und behandeln Ihr Kind zu Hause.

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Was es ist

Ein Harnwegsinfekt betrifft Teile der Harnwege, zum Beispiel die Blase (Blasenentzündung), die Harnröhre oder die Nieren [3]. Meist wird er durch Bakterien aus dem Stuhl verursacht, die über die Harnröhre in die Harnwege gelangen [6]. Kinder können folgende Anzeichen zeigen: hohes Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, Reizbarkeit, schlechtes Trinken oder Essen, Einnässen oder Bettnässen sowie Erbrechen [1]. Weitere mögliche Symptome sind Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, häufigerer oder plötzlicher Harndrang, trüber Urin, Blut im Urin, Unterbauchschmerzen oder Rückenschmerzen unter den Rippen sowie Fieber oder Schüttelfrost [3][10]. Auch ein sehr niedrige Körpertemperatur unter 36 °C oder Müdigkeit können auftreten [3]. Wenn der Urin nur dunkel ist oder riecht, kann das auch einfach an zu wenig Trinken liegen [3].

Was Sie zu Hause tun können

Um die Beschwerden zu lindern, können Sie Ihrem Kind Paracetamol bis zu viermal täglich geben – auch als Flüssigkeit für Kinder –, um Schmerzen und Fieber zu senken [2]. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich ausruht und genug trinkt, sodass es tagsüber regelmäßig blassen Urin ausscheidet [2]. Vermeiden Sie Getränke, die die Blase reizen können, wie Fruchtsäfte [2]. Es gibt Hinweise, dass D-Mannose oder Cranberry-Produkte helfen können, wiederkehrende Blasenentzündungen zu verhindern – aber nicht, um einen bestehenden Infekt zu behandeln [2][9]. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt, besonders bei Schwangerschaft oder wenn Ihr Kind Warfarin einnimmt [9]. Zur Vorbeugung: Wischen Sie beim Toilettengang von vorne nach hinten, halten Sie den Genitalbereich sauber und trocken, wechseln Sie verschmutzte Windeln zügig und lassen Sie Ihr Kind Baumwollunterwäsche tragen [8].

Wann Sie zum Arzt oder in die Notaufnahme sollten

Suchen Sie dringend ärztliche Hilfe, wenn Ihr Kind 15 Jahre oder jünger ist und Sie einen Harnwegsinfekt vermuten [7]. Das gilt auch, wenn die Symptome sich schnell verschlimmern oder innerhalb von 48 Stunden nach Behandlungsbeginn nicht bessern [7]. Gehen Sie sofort in die Notaufnahme oder rufen Sie Ihre örtliche Notrufnummer, wenn Ihr Kind verwirrt, benommen ist oder Schwierigkeiten beim Sprechen hat [7]. Auch bei sehr hohem oder sehr niedrigem Fieber, Schüttelfrost, Blut im Urin, Schmerzen im Unterbauch oder Rücken sowie bei geschwächtem Immunsystem ist ärztliche Hilfe nötig [7]. Ein Arzt kann mit einem Urintest feststellen, ob ein Harnwegsinfekt vorliegt [4][10]. Die Behandlung erfolgt meist mit Antibiotika, manchmal reicht aber auch Selbsthilfe mit Schmerzmitteln [3][4]. Nehmen Sie verschriebene Medikamente immer vollständig ein, auch wenn es Ihrem Kind besser geht [4]. Wenn die Symptome nach der Behandlung nicht verschwinden, könnte ein chronischer Harnwegsinfekt vorliegen – sprechen Sie dann mit Ihrem Arzt über eine Überweisung an einen Spezialisten [5].

Häufige Fragen

Kann mein Kind einen Harnwegsinfekt ohne Antibiotika überstehen? Manchmal sind Antibiotika nicht nötig [3]. Ein Arzt kann entscheiden, ob Sie 48 Stunden warten sollen, ob die Symptome von selbst verschwinden [4].

Sind Mädchen häufiger betroffen? Ja, Frauen haben eine kürzere Harnröhre als Männer, dadurch gelangen Bakterien leichter in die Blase [6]. Insgesamt bekommen etwa viermal so viele Frauen wie Männer Harnwegsinfekte [10].

Helfen Cranberry-Produkte? Sie können helfen, wiederkehrende Infekte zu verhindern, aber nicht, einen bestehenden zu behandeln [2][9].

Quellen

[1] NHS — “Urinary tract infections (UTIs)” (2025), section “Symptoms in children”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/urinary-tract-infections-utis/ [2] NHS — “Urinary tract infections (UTIs)” (2025), section “Things you can do yourself”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/urinary-tract-infections-utis/ [3] NHS — “Urinary tract infections (UTIs)” (2025), section “Urinary tract infections (UTIs)”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/urinary-tract-infections-utis/ [4] NHS — “Urinary tract infections (UTIs)” (2025), section “Treatment for a urinary tract infection (UTI)”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/urinary-tract-infections-utis/ [5] NHS — “Urinary tract infections (UTIs)” (2025), section “Long-term (chronic) UTIs”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/urinary-tract-infections-utis/ [6] NHS — “Urinary tract infections (UTIs)” (2025), section “Causes of urinary tract infections (UTIs)”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/urinary-tract-infections-utis/ [7] NHS — “Urinary tract infections (UTIs)” (2025), section “Symptoms in older, frail people or people with a urinary catheter”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/urinary-tract-infections-utis/ [8] NHS — “Urinary tract infections (UTIs)” (2025), section “How to prevent urinary tract infections (UTIs)”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/urinary-tract-infections-utis/ [9] NHS — “Urinary tract infections (UTIs)” (2025), section “Other ways to prevent some UTIs coming back”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/urinary-tract-infections-utis/ [10] MedlinePlus — “Urinary Tract Infections” (2025), section “Introducción”, p. 1 — https://medlineplus.gov/urinarytractinfections.html

Dieser Ratgeber fasst veröffentlichte kinderärztliche Leitlinien zusammen. Er ist keine medizinische Beratung und ersetzt nicht Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt. Rufen Sie im Notfall Ihre Notrufnummer an.

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