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Keuchhusten: Was Eltern wissen sollten
Keuchhusten ist eine ansteckende Atemwegsinfektion mit langen Hustenanfällen. Impfung schützt am besten.
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Was es ist
Keuchhusten (Pertussis) ist eine Infektion der Lunge und der Atemwege, die durch Bakterien namens Bordetella pertussis verursacht wird [6]. Die Krankheit kommt nur bei Menschen vor [6]. Sie ist sehr ansteckend und kann jeden betreffen [1]. Besonders gefährlich ist sie für Babys, die noch nicht geimpft sind: Etwa die Hälfte der Babys unter einem Jahr, die Keuchhusten bekommen, braucht eine Behandlung im Krankenhaus [1].
Die Bakterien werden von Mensch zu Mensch übertragen, meist durch Husten, Niesen oder sehr nahes Atmen [7]. Manchmal geschieht die Übertragung auch über berührte Oberflächen, wenn man sich danach an Nase oder Mund fasst [7]. Wer Keuchhusten hat, ist etwa zwei Wochen nach Beginn des Hustens ansteckend [7]. Manche Menschen haben nur milde Symptome und wissen nicht, dass sie Keuchhusten haben – sie können die Bakterien trotzdem weitergeben [10]. Viele Babys werden von älteren Geschwistern, Eltern oder Betreuungspersonen angesteckt, die nicht wissen, dass sie die Krankheit haben [10].
Die ersten Anzeichen ähneln einer Erkältung, zum Beispiel eine laufende Nase und Halsschmerzen [3]. Hohes Fieber ist ungewöhnlich [3]. Die Symptome beginnen meist 5 bis 10 Tage nach der Ansteckung, manchmal erst bis zu 3 Wochen später [5]. Nach etwa einer Woche kommen Hustenanfälle dazu, die einige Minuten dauern und nachts schlimmer sind [3]. Zwischen den Hustenstoßen kann ein „Whoop“-Geräusch entstehen – ein keuchender Atemzug [3]. Junge Babys unter 3 Monaten und manche Erwachsene machen dieses Geräusch nicht [3]. Der Husten kann mehrere Wochen oder Monate anhalten [3].
Was Sie zu Hause tun können
Die beste Vorbeugung ist die Impfung [4]. Der Impfstoff schützt Babys und Kinder vor Keuchhusten [2]. Schwangere sollten sich ebenfalls impfen lassen, meist um die 20. Schwangerschaftswoche – das schützt das Baby in den ersten Lebenswochen [2].
Um die Ausbreitung zu verhindern, hilft [4]:
- Hände oft mit Seife und Wasser waschen
- Gesicht nicht mit ungewaschenen Händen berühren
- Häufig berührte Flächen reinigen, auch Spielzeug
- Husten und Niesen in ein Taschentuch oder die Armbeuge
- Zu Hause bleiben, wenn man krank ist
- Kontakt zu kranken Menschen vermeiden
Manchmal geben Ärztinnen und Ärzte Antibiotika an Familienmitglieder von Erkrankten, um eine Ansteckung zu verhindern [4]. Eine frühe Behandlung mit Antibiotika kann die Infektion weniger schwer machen [8].
Wann Sie zur Ärztin oder in die Notaufnahme sollten
Suchen Sie sofort medizinische Hilfe, wenn Ihr Baby Anzeichen von Atemaussetzern (Apnoe) zeigt oder sich blau verfärbt [5]. Auch wenn ein Baby nach einem Hustenanfall schwer atmet oder blau oder grau wird, braucht es sofort ärztliche Hilfe [3].
Babys unter 6 Monaten haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie [9]:
- Austrocknung
- Atembeschwerden
- Lungenentzündung
- Krampfanfälle
Bei älteren Kindern und Erwachsenen ist Keuchhusten weniger schwer, aber der Husten kann Probleme verursachen wie schmerzhafte Rippen, Leistenbruch, Mittelohrentzündungen oder Harnverlust beim Husten [9]. Wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie den Verdacht auf Keuchhusten haben oder wenn der Husten ungewöhnlich lange anhält.
Häufige Fragen
Kann mein Baby trotz Impfung Keuchhusten bekommen? Die Impfung ist der beste Schutz, aber kein hundertprozentiger [4]. Geimpfte Personen können mildere Symptome haben [6].
Wie lange ist Keuchhusten ansteckend? Etwa zwei Wochen nach Beginn des Hustens [7]. Antibiotika können die ansteckende Zeit verkürzen [7].
Was ist der „Whoop“? Das ist ein keuchendes Geräusch beim Einatmen nach einem Hustenanfall [1]. Nicht alle Betroffenen machen dieses Geräusch [3].
Quellen
[1] MedlinePlus — “Whooping Cough” (2024), section “What is whooping cough?”, p. 1 — https://medlineplus.gov/whoopingcough.html [2] NHS — “Whooping cough” (2025), section “The whooping cough vaccine”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/whooping-cough/ [3] NHS — “Whooping cough” (2025), section “Whooping cough”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/whooping-cough/ [4] MedlinePlus — “Whooping Cough” (2024), section “Can whooping cough be prevented?”, p. 1 — https://medlineplus.gov/whoopingcough.html [5] MedlinePlus — “Whooping Cough” (2024), section “What are the symptoms of whooping cough?”, p. 1 — https://medlineplus.gov/whoopingcough.html [6] CDC — “About Whooping Cough”, section “What it is”, p. 1 — https://www.cdc.gov/pertussis/about/index.html [7] MedlinePlus — “Whooping Cough” (2024), section “What causes whooping cough?”, p. 1 — https://medlineplus.gov/whoopingcough.html [8] CDC — “About Whooping Cough”, section “About Whooping Cough Key points”, p. 1 — https://www.cdc.gov/pertussis/about/index.html [9] NHS — “Whooping cough” (2025), section “Whooping cough can be dangerous”, p. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/whooping-cough/ [10] CDC — “About Whooping Cough”, section “People can unknowingly spread the bacteria”, p. 1 — https://www.cdc.gov/pertussis/about/index.html
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