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Was tun bei einer Vergiftung bei Kindern?
Eine Vergiftung kann durch Verschlucken, Berühren oder Einatmen schädlicher Stoffe entstehen – holen Sie sofort Rat.
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Was es ist
Ein Gift ist jede Substanz, die Ihrem Körper schadet [7]. Man kann sie verschlucken, einatmen, injizieren oder über die Haut aufnehmen [7]. Jede Substanz kann giftig sein, wenn zu viel davon aufgenommen wird [7].
Eine Vergiftung kann passieren, wenn jemand schädliche Stoffe verschluckt, berührt oder einatmet, zum Beispiel Chemikalien oder Medikamente [1]. Laut NHS können die Symptome erst nach einigen Stunden oder Tagen beginnen [4]. Deshalb ist schneller medizinischer Rat wichtig, wenn eine Vergiftung möglich ist [4].
Die Symptome hängen davon ab, was die Vergiftung verursacht hat [4]. Laut NHS können sie sein: Übelkeit oder Erbrechen, Durchfall, Müdigkeit, verschwommenes Sehen, hohe Temperatur oder Frieren und Schwitzen, Verwirrtheit, Atembeschwerden, Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit [4].
Häufige Ursachen sind laut NHS: Medikamente wie Paracetamol, Ibuprofen oder Antidepressiva, Haushaltsreiniger wie Bleiche oder Waschmittel, Alkohol und Drogen, bestimmte Pflanzen und Pilze, Pestizide, Chemikalien am Arbeitsplatz und Kohlenmonoxid [4]. Auch Blei und Quecksilber gehören zu den möglichen Giften [7].
Eine Bleivergiftung kann bei Kindern schwerwiegende Folgen haben [10]. Sehr hohe Bleiwerte können das Gehirn und das zentrale Nervensystem schwer schädigen und zu Koma, Krämpfen und sogar zum Tod führen [10]. Bei niedrigeren Werten ohne deutliche Symptome kann Blei die Gehirnentwicklung dauerhaft beeinträchtigen, zum Beispiel mit verminderter Intelligenzleistung und Verhaltensänderungen [10]. Nach Angaben der WHO gibt es keine bekannte sichere Bleikonzentration im Blut [10].
Was Sie zu Hause tun können
Während Sie auf medizinische Hilfe warten, rät der NHS zu Folgendem [2]:
- Beginnen Sie mit der Wiederbelebung (CPR), wenn die Person nicht ansprechbar ist und nicht atmet [2].
- Bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage, wenn sie bewusstlos ist, aber noch atmet [2].
- Prüfen Sie weiter, ob die Person atmet. Wenn sie wach ist, sprechen Sie mit ihr, um sicherzugehen, dass sie nicht das Bewusstsein verliert [2].
- Suchen Sie nach der möglichen Ursache – schauen Sie nach Verpackungen, Behältern oder Medikamenten [2].
- Nehmen Sie etwas von der Substanz oder die Verpackung mit ins Krankenhaus, wenn möglich [2].
- Wenn die Person erbricht, füllen Sie etwas Erbrochenes in einen Behälter für die medizinischen Fachkräfte [2].
Der NHS rät außerdem [2]:
- Versuchen Sie nicht, jemanden zum Erbrechen zu bringen, wenn er etwas Schädliches verschluckt hat – die Person könnte ersticken [2].
- Geben Sie der Person nichts zu essen oder zu trinken [2].
Zur Vorbeugung rät der NHS, Medikamente und Chemikalien außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren, am besten in einem verschlossenen Schrank [6]. Lesen Sie die Anweisungen zu Ihren Medikamenten genau, damit Sie die richtige Dosis nehmen [6]. Bringen Sie Sicherheitsverschlüsse an niedrigen Schränken mit schädlichen Stoffen an [6]. Bewahren Sie flüssige Reinigungsmittel und Chemikalien in ihren Originalbehältern auf, damit sie nicht mit Getränken verwechselt werden [6]. Besorgen Sie einen Kohlenmonoxid-Melder für jeden Raum mit Geräten, die Gas, Öl, Kohle oder Holz verbrennen [6]. Tragen Sie Schutzausrüstung wie Handschuhe, Schutzbrille oder Maske, wenn Sie mit schädlichen Chemikalien umgehen [6]. Produkte sollten genau nach den Angaben auf dem Etikett verwendet und gelagert werden [7].
Wann Sie zur Ärztin oder in die Notaufnahme sollten
Holen Sie sofort medizinischen Rat, wenn Sie denken, dass Sie oder jemand anderes vergiftet wurde [1].
Rufen Sie laut NHS die Notrufnummer Ihres Landes oder gehen Sie in die Notaufnahme, wenn [1]:
- Sie denken, dass Sie, ein Kind oder jemand anderes etwas Schädliches verschluckt, berührt oder eingeatmet hat
- jemand das Bewusstsein verloren hat
- jemand aufgehört hat zu atmen
- jemand schwere Atembeschwerden hat – keine Worte herausbekommt, würgt oder nach Luft ringt
- jemand einen Krampfanfall hat
Fahren Sie nicht selbst in die Notaufnahme [1]. Bitten Sie jemanden zu fahren oder rufen Sie die Notrufnummer Ihres Landes und fragen Sie nach einem Krankenwagen [1]. Nehmen Sie alle Medikamente mit, die Sie einnehmen [1].
Wenn Sie unsicher sind, ob etwas, das verschluckt, berührt oder eingeatmet wurde, schädlich ist, holen Sie laut NHS dringend Rat bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein [1].
Häufige Fragen
Muss eine Vergiftung immer im Krankenhaus behandelt werden?
Laut NHS wird eine Vergiftung im Krankenhaus behandelt, weil sie schwerwiegend und lebensbedrohlich sein kann [5]. Die Behandlung hängt davon ab, was die Vergiftung verursacht hat [5]. Sie kann zum Beispiel Gegenmittel, eine Kohletablette oder Flüssigkeit über eine Vene gegen Austrocknung umfassen [5]. Manchmal werden die auslösenden Stoffe aus dem Körper entfernt [5]. Wenn keine Symptome auftreten, ist möglicherweise keine Behandlung nötig, aber die Person muss eventuell mehrere Stunden überwacht werden [5].
Ist eine Lebensmittelvergiftung dasselbe?
Nein. Laut NHS kann eine Lebensmittelvergiftung durch falsch zubereitete oder gelagerte Lebensmittel meist zu Hause behandelt werden [3]. Sie ist selten schwerwiegend und bessert sich normalerweise innerhalb einer Woche von selbst [3].
Wie wird eine Bleivergiftung erkannt?
Die WHO empfiehlt, bei einer Bleikonzentration im Blut von 5 µg/dL oder mehr die Quelle der Belastung zu finden und die Belastung zu beenden [9]. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie sich Sorgen machen.
Quellen
[1] NHS — “Poisoning” (2025), Abschnitt “Poisoning”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/poisoning/ [2] NHS — “Poisoning” (2025), Abschnitt “While you’re waiting for medical help”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/poisoning/ [3] NHS — “Poisoning” (2025), Abschnitt “Food poisoning advice”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/poisoning/ [4] NHS — “Poisoning” (2025), Abschnitt “Symptoms of poisoning”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/poisoning/ [5] NHS — “Poisoning” (2025), Abschnitt “Treatments for poisoning”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/poisoning/ [6] NHS — “Poisoning” (2025), Abschnitt “How to prevent poisoning”, S. 1 — https://www.nhs.uk/conditions/poisoning/ [7] MedlinePlus — “Poisoning” (2018), S. 1 — https://medlineplus.gov/poisoning.html [9] WHO — “Lead poisoning”, Abschnitt “WHO response”, S. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/lead-poisoning-and-health [10] WHO — “Lead poisoning”, Abschnitt “Health effects in children”, S. 1 — https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/lead-poisoning-and-health
Dieser Ratgeber fasst veröffentlichte kinderärztliche Leitlinien zusammen. Er ist keine medizinische Beratung und ersetzt nicht Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt. Rufen Sie im Notfall Ihre Notrufnummer an.
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